MSE - PROTACTICS
AUSGEZEICHNET MIT DEM WERTE-AWARD FÜR INNOVATIVE UND STRUKTURVERÄNDERNDE PROJEKTE
Folge uns:

Zeit zu kämpfen - Schluss mit nett!

Zeit sich zu wehren

Körpersprache beobachten

Angriffsvorbereitung



In dieser Situation ist es extrem wichtig dein Gegenüber genau zu beobachten. Denn es gibt eindeutige körpersprachliche Signale, welche auf einen bevorstehenden Angriff hindeuten. Hier die Klassiker:


Signale:



  • Nase reiben oder anfassen
  • durch die Haare fahren
  • Hände reiben, oder an der Hose abwischen
  • Blickkontakt kurz unterbrechen (Kopf wird zur Seite oder nach unten gewendet)


Was tun?



Eine oft erfolgreich eingesetzte Möglichkeit ist es, dein Gegenüber in diesem Moment laut und kernig anzusprechen:

"Haben Sie etwas vor???"


Jetzt kommt's drauf an

Wenn die Situation eskaliert reicht manchmal anschreien, um den Täter aus seiner "Trance" zu wecken. Oder ein kräftiger Schlag auf die Brust oder ein Stop-Fußtritt auf den Oberschenkel. Nützt dass alles nichts und eine Auseinandersetzung ist nicht mehr zu vermeiden ist - ran an den Mann / die Frau.

Übrigens:



Untersuchungen haben gezeigt, dass in 3 von 4 Überfällen lautes Schreien und Schlagen eine Vergewaltigung / einen Übergiff verhindert hat.

Die Opferhilfe rät in Gefahrensituationen immer laut zu schreien. Benenne den Angriff genau, z.B.: "Lassen Sie meine Handtasche (Arm/Jacke) los!".

Kommt es dennoch zu einem Angriff, kann in 9 von 10 Fällen ein Angriff erfolgreich beendet werden, indem sich der Angegriffene WEHRT!


Schlage nicht wild um dich, sondern gezielt, und zwar so, dass es wehtut!


  • Gesicht/Nase/Kinn/Schläfe
  • Genitalien
  • Kehlkopf
  • Augen
  • Schienbein
  • Knie

Nutze auch Alltagsgegenstände die du dabei hast: Schirm, Tasche, Handy, Schlüsselbund, Rucksack, Schuh... Das braucht Übung und regelmäßige Wiederholung zur Festigung.



Verzichte auf Waffen



Warum du auf die üblichen Selbstverteidigungswaffen vezichten solltest erfährst du in diesem Artikel...



Was passiert in gefährlichen Situationen:



Sie sind sind überraschend, man ist gerade in dem Moment nicht vorbereitet. Unser Körper schaltet auf Überlebensmodus (Autopilot), unwichtiges wird abgeschaltet:

  • Adrenalinausschüttung
  • Atmung wird schneller
  • Puls erhöht sich (Muskeln voll Blut)
  • Sichtfeld wird eingeengt (Focus)
  • Verlangsamung der Zeit (Tachypsychia)
  • verringerte Schmerzwahrnehmung

Die 3 instinktiven Hauptverteidigungsstrategien



Ein neurobiologischer Schutz-Mechanismus/Reflex wird aktiviert, dieser ist nicht willentlich/intellektuell steuerbar, aber begrenzt trainierbar, im Stammhirn (Cortex):

  • Flucht
  • Schreckstarre (tot stellen, niedriger Puls, kaum Muskelspannung)
  • Kampf

Wichtig!



Bitte erschrick nicht. Die nächsten Sätze habe ich unter der Prämisse geschrieben, dass du grundsätzlich eine friedliebende Person bist, welche sich selbst liebt und ihr Leben / Gesundheit / Freiheit... in einem Notfall beschützen muss.

Es geht darum heil nach Hause zu kommen, weil dort Menschen warten, die dich lieben und brauchen bzw. deine Liebsten zu beschützen die gerade mit dir unterwegs sind oder einem Fremden beiszustehen, der dringend deine Hilfe braucht...

Für den weniger ernsten Fall lies bitte unbedingt (!) etwas weiter unten » und den Artikel zum Thema Notwehr.


Abwehr

Physische Angriffe dauern durchschnittlich fünf Sekunden, alles geht rasend schnell.



Du hast bei unvorhergesehen gewalttätigen Übergriffen leider keine Zeit zum abwägen, zur Wahl deiner Mittel oder auf deinen Angreifer Rücksicht zu nehmen. Zudem weisst du nicht, was er noch mit dir vorhat (vielleicht hat er ein Messer dabei...)

Also bleibt dir nichts anders übrig, als mit vollem Einsatz zu kämpfen. Schnell, entschlossen, böse* und effektiv. Klappt eine Sache nicht, mach eine Andere, keine Wiederholungen. Augen und Genitalien. Setze deine Ellbogen ein, Schlage zur Luftröhre, Tritt zum Knie... Höre erst auf, wenn du dich sicher entfernen kannst.


*) Mit Böse meine ich: Unsere Eltern haben sich bemüht uns gut zu erziehen, sie haben uns beigebracht höflich zu sein, Bitte und Danke zu sagen. Das hilft uns leider in solchen Momenten nicht weiter und wir "müssen" dass für den Moment vergessen.



Pflicht zur Hilfe



Ist dein Angreifer verletzt, sorge für Erste Hilfe. Du musst es nicht selbst tun. Rufe den Notarzt (aus sicherer Entfernung) oder bitte Aussenstehende darum.



"Sanfte" Selbstverteidigung

Nicht in jeden Fall ist die radikale Form der Notwehr geboten. Ist der Angreifer geistig verwirrt oder behindert, stark betrunken oder ein KIND (!), sollte man unbedingt versuchen dem Angriff auszuweichen oder nur milde Mittel anwenden. Bei uns nennt sich das: "Kontrollierende Selbstverteidigung".


Auch sonst, kann man, wenn es die Situation zulässt und man selbst trotz des starken Stesses dazu in der Lage ist, versuchen mildere Mittel anzuwenden. Natürlich möglichst ohne sich selbst dadurch zu gefährden.


WARUM Gnade?



Egal ob ein Kampf stattfand oder der Schwächere kapituliert hat, die machtbezogene Überlegenheit des Siegers bleibt immer erhalten!


"Ein Feind bleibt immer noch dein Feind,
auch wenn du Ihn besiegt hast"


Ein besiegter Gegner sucht meist Rache und Vergeltung. Ein "Sieg" beendet den Kampf also nicht wirklich. Deshalb löst "Gnade" die Dualität von Sieg und Niederlage auf. Beim Angreifer die Erkenntnis über die Nutzlosigkeit seines gewaltsamen Tuns und den Schritt zu der einzigen erstrebenswerten Lösung des Konflikts zu erreichen: die sofortige Beendigung der Auseinandersetzung und die Befriedung des Konflikts. Zudem bekommt der die Möglichkeit die eigene Unversehrtheit als Geschenk zu erkennen und dankbar zu werden.


Würde des Angreifers bewahren



Unter anderem geht Aikido ("Weg zur Harmonie der Kräfte") diesen Weg. Ziel ist es den Angreifer in eine Position zu bringen (meist durch Hebel, Achsen, Kinetik), bei welchen er sich selbst Schmerzen/Schaden zufügt, wenn er weiterkämpft. Ohne vordergründiges Interesse ihn zu verletzen/schädigen und einer eigenen inneren friedlichen Grundhaltung (selbst während der Auseinandersetzung), wirkt das deeskalierend. Ihn ohne Gesichtsverlust/ohne besiegt worden zu sein aus der Situation zu entlassen, durch seine freiwillige Aufgabe.


Die Auflösung der "Verlierer-Rolle" durch Gnade im Zweikampf und Gewährung von Körperlicher Unversehrtheit und persönlicher Integrität. Der Angreifer darf ohne Selbstaufgabe aus der Situation "aussteigen" und seine Würde behalten.


Quelle: Aikido ausführlich - bei Wikipedia




Seite 1. Was ist Gewalt »

Seite 2. Wie entwickelt sich Gewalttätigkeit?

Seite 3. Prävention - Was Schulen leisten können

Seite 4. Die Selbstverteidigungspyramide - eine Übersicht »

Seite 5. Gewaltprävention - So wirst du KEIN Opfer »

Seite 6. Deeskalation - was tun, wenn's ernst wird? »

Seite 7. Zeit zu kämpfen - Schluss mit nett! »

KONTAKT »      FEEDBACK »      IMPRESSUM »      AGB »      SITEMAP »      DATENSCHUTZ »
TEAM-MSE-LAUSITZ © 2019

KeksKLAR 😃 DOCH

Magst'n KEKS?

KEINER mag MICH! 😭 Alle klicken mich nur weg... Um unsere Webseite für DICH 🙇 ständig zu verbessern, verwenden wir Cookies & Google-Analytics. Durch deinen Besuch stimmst du dem zu.  Mehr dazu (Datenschutz) »    Impressum »    Sitemap »