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Zeit zu kämpfen - Schluss mit nett!

Zeit sich zu wehren

Jetzt kommt's drauf an

Wenn die Situation eskaliert reicht manchmal anschreien, um den Täter aus seiner "Trance" zu wecken. Oder ein kräftiger Schlag auf die Brust oder ein Stop-Fußtritt auf den Oberschenkel. Nützt dass alles nichts und eine Auseinandersetzung ist nicht mehr zu vermeiden ist - ran an den Mann / die Frau.

Übrigens:



Untersuchungen haben gezeigt, dass in 3 von 4 Überfällen lautes Schreien und Schlagen eine Vergewaltigung / einen Übergiff verhindert hat.

Die Opferhilfe rät in Gefahrensituationen immer laut zu schreien. Benenne den Angriff genau, z.B.: "Lassen Sie meine Handtasche (Arm/Jacke) los!".


Schlage nicht wild um dich, sondern gezielt, und zwar so, dass es wehtut!



Nutze auch Alltagsgegenstände die du dabei hast: Schirm, Tasche, Handy, Schlüsselbund, Rucksack, Schuh... Das braucht Übung und regelmäßige Wiederholung zur Festigung.



Verzichte auf Waffen



Warum du auf die üblichen Selbstverteidigungswaffen vezichten solltest erfährst du in diesem Artikel...



Was passiert in gefährlichen Situationen:



Sie sind sind überraschend, man ist gerade in dem Moment nicht vorbereitet. Unser Körper schaltet auf Überlebensmodus (Autopilot), unwichtiges wird abgeschaltet:


Die 3 instinktiven Hauptverteidigungsstrategien



Ein neurobiologischer Schutz-Mechanismus/Reflex wird aktiviert, dieser ist nicht willentlich/intellektuell steuerbar, aber begrenzt trainierbar, im Stammhirn (Cortex):


Abwehr

Physische Angriffe dauern durchschnittlich fünf Sekunden, alles geht rasend schnell.



Nutze den Überraschungsmoment, mach den Präventivschlag, auch das zählt unter Notwehr.

Sei schnell, entschlossen, böse und effektiv. Nimm keine Rücksicht, keine Gnade. Das ist der falsche Zeitpunkt für Mitgefühl. Klappt eine Sache nicht, mach eine Andere, keine Wiederholungen. Augen und Pippi. Setze deine Ellbogen ein, Schlage zur Luftröhre, Tritt zum Knie..., werde zum Bösewicht (engl.: Badass). Höre erst auf, wenn du dich sicher entfernen kannst.



Pflicht zur Hilfe



Ist dein Angreifer verletzt, sorge für Erste Hilfe. Du musst es nicht selbst tun. Rufe den Notarzt (aus sicherer Entfernung).



"Sanfte" Selbstverteidigung

Nicht in jeden Fall ist die radikale Form der Notwehr geboten. Ist der Angreifer geistig verwirrt oder behindert, stark betrunken oder ein KIND(!), sollte man unbedingt versuchen dem Angriff auszuweichen oder nur milde Mittel anwenden. Bei uns nennt sich das: "Kontrollierende Selbstverteidigung".


Auch sonst, kann man, wenn es die Situation zulässt und man selbst troz des starken Stesses dazu in der Lage ist, versuchen mildere Mittel anzuwenden. Natürlich möglichst ohne sich selbst dadurch zu gefährden.


WARUM Gnade?



Egal ob ein Kampf stattfand oder der Schwächere kapituliert hat, die machtbezogene Überlegenheit des Siegers bleibt immer erhalten!


"Ein Feind bleibt immer noch dein Feind,
auch wenn du Ihn besiegt hast"


Ein besiegter Gegner sucht meist Rache und Vergeltung. Ein "Sieg" beendet den Kampf also nicht wirklich. Deshalb löst "Gnade" die Dualität von Sieg und Niederlage auf. Beim Angreifer die Erkenntnis über die Nutzlosigkeit seines gewaltsamen Tuns und den Schritt zu der einzigen erstrebenswerten Lösung des Konflikts zu erreichen: die sofortige Beendigung der Auseinandersetzung und die Befriedung des Konflikts. Zudem bekommt der die Möglichkeit die eigene Unversehrtheit als Geschenk zu erkennen und dankbar zu werden.


Würde des Angreifers bewahren



Unter anderem geht Aikido ("Weg zur Harmonie der Kräfte") diesen Weg. Ziel ist es den Angreifer in eine Position zu bringen (meist durch Hebel, Achsen, Kinetik), bei welchen er sich selbst Schmerzen/Schaden zufügt, wenn er weiterkämpft. Ohne vordergründiges Interesse ihn zu verletzen/schädigen und einer eigenen inneren friedlichen Grundhaltung (selbst während der Auseinandersetzung), wirkt das deeskalierend. Ihn ohne Gesichtsverlust/ohne besiegt worden zu sein aus der Situation zu entlassen, durch seine freiwillige Aufgabe.


Die Auflösung der "Verlierer-Rolle" durch Gnade im Zweikampf und Gewährung von Körperlicher Unversehrtheit und persönlicher Integrität. Der Angreifer darf ohne Selbstaufgabe aus der Situation "aussteigen" und seine Würde behalten.


Quelle: Aikido ausführlich - bei Wikipedia




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Seite 2. Die Selbstverteidigungspyramide - eine Übersicht »

Seite 3. Gewaltprävention - So wirst du KEIN Opfer »

Seite 4. Deeskalation - was tun, wenn's ernst wird? »

Seite 5. Zeit zu kämpfen - Schluss mit nett! »

Seite 6. Was bei Wettkämpfen verboten ist, aber auf der Strasse hilft »

Seite 7. Was für den Kauf von Waffen zur Selbstverteidigung spricht »

Seite 8. Welche Selbstverteidigungswaffen dennoch zu empfehlen sind »

Seite 9. 37 Alltagsgegenstände die als Waffe taugen »

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