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Wie entwickelt sich Gewalttätigkeit?

Warum jedes 5.te auffällige Kind gewalttätig wird...
... und woran wir das ekennen können.

Aggression

Aggressionsbereitschaft ist vom Grundsatz her weder positiv noch schlecht, sondern genetisch mitgegeben und hat (bisher) das Überleben der Menschheit gesichert. Jedoch können ungünstige soziale Einflüsse und krankhafte Prozesse dazu führen, dass diese gegen sich Selbst und/oder Andere gerichtet wird. Männer sind aggressiver als Frauen, junge Menschen mehr als ältere. Deshalb ist der durchschnittliche Straftäter 23 Jahre und männlich.


Aggressivität

Körperliche Aggressionen unter Kindergartenkindern sind "normal" und sollten bis zum 5.LJ durch das Ansteigen der sozialen Kompetenzen (Sozialisation) "von allein" zurückgehen. Sie weichen der der kommunikativen Auseinandersetzung. Hier ist besonders die Aufmerksamkeit der Eltern und Erzieher in den Kindereinrichtungen gefragt.


Aggressive Risikokinder

kein Opfer

Etwa 15-20% aller Kinder zeigen früh klinisch relevante Verhaltensauffälligkeiten (Störung des Sozialverhaltens - SSV nach ICD 10-F91 »), welche spätere Gewaltprobleme andeuten. Kriminologisch auch bekannt als so genannte Early Starters »*.

Bleibt es bei dauerhaft abweichendem Verhalten, spricht man von aggressiven Risikokindern (ca. 2-10% der Kinder). Im Kindergarten bzw. spätestens in der Grundschule ist hier beste Ansatz für eine Frühprävention.


WICHTIG: Auf aggressive Mädchen ist besonders zu achten, da sie häufiger zu depressiven Verstimmungen neigen und die HÖCHSTE Selbstmordrate haben.


PPT zum Thema SSV von Prof. Dr. Franz Petermann » (ext.)

*) Early Starters = z.dt.: Frühe Beginner, ist ein psychologisches Modell von Patterson (1982), Bezeichnung für eine Person, die schon früh mit kriminellem Verhalten beginnt. Dem gegenüber stehen die "Late Starters", die erstmalig NACH ihrem 14. Geburtstag straffällig (Fachbegriff: deliquent) werden.


Kriminelle Kariere

beschaedigte puppe

Aus dieser Gruppe gehen ohne präventives Eingreifen 5-10% der jugendlichen Intensiv- und Mehrfachtäter hervor, welche für mehr als die Hälfte (!!!) aller Straftaten eines Jahrgangs verantwortlich sind.

Spätestens bis zu ihrem 24.Lj werden ca. 2/3 von ihnen mindestens einmal, das andere 1/3 sogar drei- und mehrfach rechtskräftig verurteilt.


Ursachen:



"Zu WENIG Liebe und Fürsorge und zu VIEL Freiheit in der Kindheit sind Vorbedingungen, dass sich ein aggressives Reaktionsmuster herausbilden kann". Owelus


Insgesamt ist festzustellen, dass vor allem gleichzeitig und mehrfach auftretende soziale Problemlagen das Risiko erhöhen. Empirisch belegte Risikofaktoren wurden unter dem kriminologisch bekannten Syndrom der sozialen Bindungslosigkeit zusammengefasst:


  • Gestörtes Familiensystem (zu wenig Zuwendung UND Kontrolle!)
  • unklarer/wechselnder und/oder gewaltorientierter Erziehungsstil
  • kein festes zu Hause (Umzüge, bzw. keine festen Aufenthaltsorte)
  • erhebliche Auffälligkeiten wie Schwänzen und Aggressivität in der Schule
  • keinen Schul-/Lehrabschluss
  • negative Arbeitseinstellung
  • keine Struktur im Freizeitverhalten
  • keine festen menschlichen Beziehungen
  • Unfähigkeit zur emotionalen Kommunikation


WICHTIG: Auch UNAUFFÄLLIGE Schüler der genannten Risikogruppe bedürfen der aufmerksamen Fürsorge!


Folgende Faktoren verstärken die "Abwärtsspirale" weiter:



  • Ablehnung durch Gleichaltrige
  • Fehlende Anerkennung in Schule und Freizeit
  • Zugehörigkeit zu den "falschen" Gruppen

Frühprävention vs. Kriminalprävention

Kinder beim malen

Um hier guten Einfluss auf die Kinder zu nehmen, bedarf es einer "positiven Gestaltung der strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen"* UND guter Bildungs- und Bindungsangebote (u.a. Freizeit: Sport, Musik, Kunst,...). Gleichzeitig ist Arbeit mit und am sozialen Umfeld not-wendig.

Eventuell sollten Fachkräfte der Sozial-, Jugend- und Familienhilfe hinzugezogen werden. Auch eine langfristige Begleitung durch einen spezialisierten Schul- bzw. Kinderpsychologen kann eine große Hilfe sein. Das ist kein Grund sich zu schämen.

Kriminalpräventive Strategien sind unbedingt durch frühpräventive Maßnahmen in Kindergärten und Schulen zu ergänzen. Auch hier ist vorbeugen besser als späteres Behandeln oder Bestrafen.


* Dazu gehört z.B. eine ausreichende Anzahl Erzieher, Lehrer, Schul-/Kinder-/Jugendpsychologen, Pädagogen für Gewaltprävention; kleinere Klassenstärken - gefordert werden 15 Kinder mit einem Lehrer UND einem Erzieher, Einführung und Umsetzung des gesetzlich geforderten Präventions- und Schutzkonzeptes, Ernennung und Schulung des Präventionsbeauftragten, mehr Autonomie der einzelnen Schulen bei der individuellen Umsetzung des Lehrplanes...



Broschüre: Herausforderung Gewalt

Obige Informationen wurden aus folgender Quelle zusammengefasst:

Broschüre Herausforderung Gewalt
Von körperlicher Aggression bis Cybermobbing:
Erkennen - Vorbeugen - Intervenieren
Themen: Gewalt , Körperverletzung , Mobbing/Stalking

Handreichung für Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte

kostenlose Broschüre der Polizei, 108 Seiten, A4 (auch als Download) 2 MB - SEHR zu EMPFEHLEN!





Seite 1. Was ist Gewalt »

Seite 2. Wie entwickelt sich Gewalttätigkeit?

Seite 3. Prävention - Was Schulen leisten können

Seite 4. Die Selbstverteidigungspyramide - eine Übersicht »

Seite 5. Gewaltprävention - So wirst du KEIN Opfer »

Seite 6. Deeskalation - was tun, wenn's ernst wird? »

Seite 7. Zeit zu kämpfen - Schluss mit nett! »

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